Ratgeber Photovoltaik

Lohnt sich eine Solaranlage im Norden?

Erträge laut PVGIS, Süddach gegen Ost-West-Dach und was der Eigenverbrauch ausmacht.

Stand: Oktober 2026 · Vivavolt Redaktion

Die kurze Antwort: Auch im Norden liefert das Dach viel Strom

Eine Solaranlage lässt sich im Norden gut rechnen, und die Grundlage dafür ist solide. Laut PVGIS, dem Ertragsrechner der EU-Kommission (JRC), erzeugt ein Süddach mit 35 Grad Neigung in unseren 22 Orten rund 970 bis 1.020 kWh je kWp und Jahr. Für Bremen nennt PVGIS 996 kWh je kWp, für Hamburg 978.

Wie viel davon bei Ihnen ankommt, hängt vom Eigenverbrauch ab. Je mehr Solarstrom Sie selbst nutzen, desto weniger Strom kaufen Sie ein. In unserer Beispielrechnung liegt der Eigenverbrauch mit Speicher bei rund 51 % und mit Energiemanagement und dynamischem Tarif bei rund 65 % der Erzeugung. Je mehr Sie selbst nutzen, desto weniger Strom kaufen Sie ein.

Der Ertrag ist Physik, der Eigenverbrauch ist Ihr Alltag. Beide Zahlen schauen wir uns für Ihr Haus an, ob in Bremen, Hamburg oder irgendwo in Niedersachsen. Eine unverbindliche Beratung vor Ort macht daraus ein Angebot, das zu Ihrem Dach passt.

Erträge im Norden: Süddach gegen Ost-West-Dach

PVGIS rechnet mit 35 Grad Dachneigung und 14 % Systemverlusten. Daraus ergeben sich diese Erträge:

DachErtrag je kWp und Jahr laut PVGIS
Süd, in den 22 Ortenrund 970 bis 1.020 kWh
Süd, Bremen996 kWh
Süd, Hamburg978 kWh
Ost oder Westrund 760 bis 800 kWh

Ein Ost- oder Westdach liefert je kWp also gut 200 kWh weniger als ein Süddach. Dafür erzeugt es Strom zu anderen Tageszeiten: ein Ostdach früh am Tag, ein Westdach am Nachmittag und Abend, wenn viele Haushalte Strom brauchen. Eine Anlage mit Ost-West-Belegung kann deshalb gut zu Ihrem Tagesablauf passen. Sind Sie morgens und abends zu Hause, nutzen Sie einen großen Teil des Stroms direkt.

Ein Überschlag zum Einordnen: Eine Anlage mit 7,125 kWp erzeugt mit dem Bremer Süd-Wert von 996 kWh je kWp rechnerisch rund 7.100 kWh im Jahr. Ihr Dach kann davon abweichen. Wir rechnen es für Sie nach.

Eigenverbrauch: die Beispielrechnung

Auf vivavolt.de/annahmen finden Sie eine Beispielrechnung. Sie ist ein Modell und zeigt, wie sich Eigenverbrauch entwickeln kann. Die Annahmen: ein Haushalt mit 5.000 kWh Verbrauch im Jahr, eine Anlage mit 7,125 kWp und ein Speicher mit 10 kWh.

Variante in der BeispielrechnungEigenverbrauch (Anteil an der Erzeugung)
Mit Speicherca. 51 %
Mit Energiemanagement und dynamischem Tarifca. 65 %

Beide Werte sind Modellwerte und gelten für dieses Beispiel. Sie zeigen die Richtung: Mit Speicher nutzt der Beispielhaushalt gut die Hälfte seines Solarstroms selbst. Mit Energiemanagement und dynamischem Tarif sind es rund zwei Drittel.

Wer Stromkosten sparen möchte, schaut deshalb auf den Eigenverbrauch: Strom vom eigenen Dach den Strom ersetzt, den Sie sonst vom Versorger kaufen. Der Stromspeicher verschiebt den Mittagsüberschuss in den Abend. Ein Haushalt, der tagsüber oft zu Hause ist, nutzt schon ohne Speicher mehr Solarstrom direkt. Ihr eigenes Verbrauchsprofil bestimmt also, wie groß der Gewinn ausfällt. Welche Werte Ihr Haus erreicht, hängt von Dach, Verbrauch und Gewohnheiten ab.

Einspeisevergütung: Was für den Überschuss gilt

Für Strom, den Sie ins Netz einspeisen, gibt es nach dem EEG eine Vergütung. Sie ist ab der Inbetriebnahme für 20 Jahre festgeschrieben. Für neue Anlagen sinkt sie halbjährlich. Die aktuelle Höhe erfahren Sie in der Beratung. Der Eigenverbrauch bleibt die Größe, die Sie selbst beeinflussen: Jede Kilowattstunde vom eigenen Dach ersetzt eine, die Sie sonst einkaufen.

Bei negativen Börsenstrompreisen gibt es für neue Anlagen keine Vergütung (§ 51 EEG, Solarspitzengesetz seit 25.02.2025). Wer in diesen Stunden selbst verbraucht oder den Speicher lädt, nutzt den Strom trotzdem. Das spricht bei neuen Anlagen für einen Speicher und für Verbraucher, die sich flexibel steuern lassen.

Was Ihre Rechnung verändert: Wärmepumpe, E-Auto und Tarif

Wer eine Wärmepumpe betreibt oder ein E-Auto lädt, hat mehr Strombedarf, den das Solardach direkt bedienen kann. Mit der Vivavolt App sehen Sie Erzeugung, Verbrauch und Speicher und steuern Wärmepumpe und Wallbox. Der dynamische Stromtarif Vivavolt FLEX richtet seinen Preis stündlich am Spotmarkt aus. Zusammen mit dem intelligenten Messsystem (iMSys) gehört er zu Vivavolt MAX.

Auch die Rechtslage gehört zur Planung. Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein regeln selbst, ob bei einem Neubau oder einem neuen Dach eine Solarpflicht gilt. Wir prüfen das bei der Planung für Ihr Haus.

Ihre Rechnung für Ihr Haus

Ob sich eine Solaranlage für Sie lohnt, zeigt erst die Rechnung mit Ihren Zahlen: Dachausrichtung, Verbrauch, Speicher und Ihre Pläne für Wärmepumpe und E-Auto. Bei Vivavolt beginnt das mit einer unverbindlichen Beratung vor Ort. Danach erhalten Sie ein individuelles Angebot für Ihr Dach.

Wir beraten in Bremen, Hamburg und im Umland, in 22 Orten zwischen Cuxhaven, Diepholz und Reinbek. Sie erreichen uns unter 0421 37703934 oder per Mail an info@vivavolt.de. Dann finden wir gemeinsam heraus, was Ihr Dach liefern kann und was davon bei Ihnen bleibt.

FAQ

Häufige Fragen

Wie viel Strom liefert eine PV-Anlage in Bremen?

Laut PVGIS sind es für Bremen bei einem Süddach mit 35 Grad Neigung 996 kWh je kWp und Jahr. In Hamburg liegt der Wert bei 978 kWh. Ihr Dach kann abweichen, deshalb rechnen wir es einzeln nach.

Wie viel weniger bringt ein Ost- oder Westdach?

Laut PVGIS rund 760 bis 800 kWh je kWp und Jahr, gegenüber rund 970 bis 1.020 kWh beim Süddach. Der Strom kommt dafür morgens oder abends, wenn viele Haushalte ihn brauchen.

Was bedeutet Eigenverbrauch?

Das ist der Anteil Ihres Solarstroms, den Sie selbst nutzen, statt ihn einzuspeisen. In unserer Beispielrechnung sind es mit Speicher rund 51 % und mit Energiemanagement und dynamischem Tarif rund 65 %. Das sind Modellwerte.

Wie lange bekomme ich die Einspeisevergütung?

Nach dem EEG ist sie ab Inbetriebnahme für 20 Jahre festgeschrieben. Für neue Anlagen sinkt sie halbjährlich. Bei negativen Börsenstrompreisen gibt es für neue Anlagen keine Vergütung.

Gibt es in Norddeutschland eine Solarpflicht?

Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein regeln das selbst, bei Neubau oder neuem Dach. Wir prüfen das bei der Planung für Ihr Haus.

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Ein paar Angaben zu Haus und Verbrauch, dann sehen Sie in Ihrer Beispielrechnung, wo Sie Stromkosten sparen können. Am Ende fragt der Rechner nach Ihren Kontaktdaten, damit wir Ihnen das Ergebnis persönlich erklären.

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