Wärmepumpe im Altbau: Geht das auch mit Heizkörpern?
Ja: Eine Wärmepumpe mit bis zu 70 °C Vorlauf läuft im Altbau auch mit Heizkörpern. So prüfen Sie Ihr Haus.
Stand: Oktober 2026 · Vivavolt Redaktion
Ja, Heizkörper und Wärmepumpe passen zusammen
Ja, eine Wärmepumpe läuft im Altbau auch mit Heizkörpern. Die Vaillant aroTHERM pro erreicht bis zu 70 °C Vorlauftemperatur und ist deshalb auch für Heizkörper im Altbau geeignet. Ob sie in Ihrem Haus ohne weitere Maßnahmen reicht, zeigen eine Heizlastberechnung und ein Blick auf Ihre Heizkörper.
Viele Einfamilienhäuser in Norddeutschland sind Altbauten mit Heizkörpern aus der Zeit der Öl- und Gasheizung. Wer seine Ölheizung oder Gasheizung ersetzen möchte, muss deshalb nicht gleich das ganze Haus umbauen. Der Weg führt über 3 Prüfschritte, die Sie in diesem Artikel kennenlernen.
Die Reihenfolge ist dabei einfach: Zuerst kommt die Heizlast, dann der Blick auf die Heizkörper, danach die Entscheidung über weitere Maßnahmen. Wer so vorgeht, investiert nur dort, wo es Ihrem Haus etwas bringt.
Was die Vorlauftemperatur bedeutet
Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur des Heizungswassers auf dem Weg vom Wärmeerzeuger zu den Heizkörpern. Alte Öl- und Gaskessel arbeiten oft mit hohen Werten. Eine Fußbodenheizung kommt mit deutlich niedrigeren Werten aus.
Für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe gilt: Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto sparsamer arbeitet sie. Die 70 °C der aroTHERM pro sind deshalb eine Reserve für die kältesten Tage. An milden Tagen genügt eine niedrigere Temperatur, die Regelung der Wärmepumpe passt sie über die Heizkurve von selbst an.
Die aroTHERM pro ist die Standardlösung von Vivavolt im Einfamilienhaus. Es gibt sie mit 5, 7 und 11 kW, sie arbeitet mit dem Kältemittel R290 (Propan) und arbeitet sehr effizient. Je nach Gebäude setzen wir auch Geräte von Bosch ein.
Die Heizlast: Hier beginnt jede Planung
Die Heizlast sagt, wie viel Wärme Ihr Haus an den kältesten Tagen braucht, damit es in allen Räumen angenehm warm bleibt. Sie hängt vom Baujahr, vom Aufbau der Wände und des Dachs, von den Fenstern und von der Größe der Räume ab.
Erst mit der Heizlast steht fest, ob eine Wärmepumpe mit 5, 7 oder 11 kW zu Ihrem Haus passt. Eine passend gewählte Wärmepumpe läuft gleichmäßig und leise. Ein Blick auf die bisherigen Verbräuche hilft dabei, ersetzt die Berechnung aber nicht. Eine Wärmepumpe, die zu groß ausfällt, arbeitet unnötig oft an und aus, eine zu kleine kommt an kalten Tagen nicht aus. In der Beratung vor Ort nehmen wir die Daten Ihres Hauses auf und ermitteln die Heizlast Raum für Raum.
So prüfen Sie Ihre Heizkörper
Heizkörper geben ihre Wärme über ihre Fläche ab. Große Heizkörper brauchen weniger Vorlauftemperatur als kleine. Das lässt sich in 3 Schritten klären:
- Größe vergleichen: Wir stellen die Heizleistung jedes Heizkörpers dem Wärmebedarf seines Raums gegenüber.
- Probelauf an kalten Tagen: Senken Sie die Vorlauftemperatur Ihrer alten Heizung ab und beobachten Sie, ob die Räume warm bleiben. Bleiben sie warm, kommt auch die Wärmepumpe mit niedrigen Temperaturen aus.
- Einzelne Räume anpassen: Wird ein Raum nicht warm genug, lässt sich der Heizkörper dort gegen einen größeren tauschen. Das Heizsystem im Rest des Hauses bleibt dabei bestehen.
So behalten Sie vorhandene Heizkörper, wo sie passen, und tauschen nur, wo es sich lohnt.
Bei der Auswahl hilft ein Blick auf die Bauart: Heizkörper mit mehreren Lagen und größerer Fläche geben bei gleicher Vorlauftemperatur mehr Wärme ab als schmale, einlagige. Zu einer sauberen Planung gehört außerdem, dass die Heizkörper aufeinander abgestimmt sind, damit jeder Raum gleichmäßig Wärme bekommt. Das nennt man hydraulischen Abgleich.
Dämmung hilft, ist aber oft keine Voraussetzung
Eine bessere Dämmung senkt die Heizlast. Dann reicht eine kleinere Wärmepumpe, und die Vorlauftemperatur kann niedriger liegen. Das hilft beim Heizkosten sparen. Voraussetzung für den Einbau einer Wärmepumpe ist sie aber oft nicht.
Viele Altbauten lassen sich mit der Wärmepumpe heizen, wie sie sind. Dämmung und Fenster übernimmt der passende Handwerker, bei Vivavolt liegt die Technik: Wärmepumpe, Photovoltaik, Speicher und Wallbox. Planen Sie eine Dämmung, sagen Sie es uns in der Beratung. Dann legen wir die Wärmepumpe passend dazu aus.
Beim Tausch einer alten Öl- oder Gasheizung unterstützt die KfW den Einbau voraussichtlich mit Zuschüssen. Die Zahlen und alle Bedingungen finden Sie in unserem Ratgeber zur Wärmepumpen-Förderung. Auch deshalb lohnt sich der Blick auf Ihre bisherige Heizung: Je älter sie ist, desto eher greifen die Boni.
Beratung vor Ort für Ihren Altbau
Ob Reihenhaus in Bremen, Backsteinhaus in Hamburg oder Hof in Niedersachsen: Jedes Haus hat seine eigene Heizlast. Von Bremen aus beraten wir Hausbesitzer in 22 Orten, von Cuxhaven bis Diepholz und Reinbek. Die Beratung vor Ort ist unverbindlich, danach erhalten Sie ein individuelles Angebot. Rufen Sie uns unter 0421 37703934 an oder schreiben Sie an info@vivavolt.de. Wir schauen uns Ihre Heizkörper an und sagen Ihnen, ob die Wärmepumpe mit ihnen läuft. Wenn vorhanden, legen Sie bitte Angaben zum Baujahr und zu früheren Umbauten bereit, das beschleunigt die Heizlastberechnung.
Häufige Fragen
Kann ich meine alten Heizkörper behalten?
Oft ja. Die aroTHERM pro erreicht bis zu 70 °C Vorlauftemperatur und eignet sich auch für Heizkörper im Altbau. Ob jeder Heizkörper passt, prüfen wir bei der Beratung vor Ort Raum für Raum.
Brauche ich eine Fußbodenheizung für die Wärmepumpe?
Nein. Eine Fußbodenheizung arbeitet mit niedriger Vorlauftemperatur und passt sehr gut zur Wärmepumpe. Im Altbau läuft die Wärmepumpe aber auch mit Heizkörpern.
Muss ich vorher dämmen?
Eine Dämmung hilft, ist aber oft keine Voraussetzung. Sie senkt die Heizlast, sodass eine kleinere Wärmepumpe reicht. Dämmung und Fenster übernimmt der passende Handwerker, wir planen die Technik dazu.
Wie finde ich die richtige Größe der Wärmepumpe?
Die Heizlast Ihres Hauses entscheidet. Die aroTHERM pro gibt es mit 5, 7 und 11 kW. Wir berechnen die Heizlast in der Beratung und wählen danach das passende Gerät.
Funktioniert eine Luftwärmepumpe auch bei Frost in Norddeutschland?
Ja, eine Luft-Wasser-Wärmepumpe entzieht der Außenluft auch bei Minusgraden Wärme. Für die kältesten Tage hält die aroTHERM pro bis zu 70 °C Vorlauftemperatur bereit. Für die Auslegung zählt die Heizlast Ihres Hauses.
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