Ratgeber Photovoltaik

Dynamischer Stromtarif und Smart Meter: Lohnt sich das?

Wie ein dynamischer Stromtarif funktioniert, was das intelligente Messsystem damit zu tun hat und für wen er sich eignet.

Stand: Oktober 2026 · Vivavolt Redaktion

Die kurze Antwort: Es lohnt sich, wenn Sie Verbrauch verschieben können

Ein dynamischer Stromtarif lohnt sich vor allem für Haushalte, die ihren Verbrauch in günstige Stunden legen können. Typisch sind Häuser mit Wärmepumpe, E-Auto, Speicher oder Photovoltaikanlage. Wer Strom nur zu festen Zeiten braucht und nichts verschieben kann, spart mit einem festen Tarif oft ruhiger.

Der Grund liegt im Preis: Bei einem dynamischen Tarif ändert er sich stündlich mit dem Spotmarkt. Es gibt Stunden mit günstigem Strom und Stunden mit teurem. Sie nutzen die günstigen für große Verbraucher und meiden die teuren. Eine Ersparnis lässt sich nicht pauschal versprechen, sie hängt von Ihrem Haus, Ihrem Verbrauch und Ihren Gewohnheiten ab.

Wie ein dynamischer Stromtarif funktioniert

Der Spotmarkt ist die Strombörse, an der Strom für den nächsten Tag gehandelt wird. Dort entsteht für jede Stunde ein Preis. Scheint viel Sonne oder weht viel Wind, ist das Angebot groß und der Preis sinkt, zeitweise sogar unter null. Ist wenig Strom im Netz, steigt er.

Ein dynamischer Stromtarif gibt diesen Börsenpreis an Sie weiter. Die Netzentgelte, Steuern und Abgaben kommen als weitere Bestandteile des Strompreises hinzu. Ihr Strompreis schwankt dadurch von Stunde zu Stunde, und die Preise für den nächsten Tag kennen Sie in der Regel im Voraus.

Das ist ein anderes Prinzip als beim Festpreis. Dort zahlen Sie rund um die Uhr denselben Preis, egal ob Strom knapp oder reichlich da ist. Beim dynamischen Tarif bekommen Sie das Signal des Marktes direkt, und Sie können darauf reagieren.

Was ein Smart Meter damit zu tun hat

Damit Ihr Anbieter stundenweise abrechnen kann, muss er wissen, wann Sie wie viel Strom verbraucht haben. Das leistet ein intelligentes Messsystem, kurz iMSys, im Alltag oft Smart Meter genannt. Es misst den Verbrauch zeitlich aufgelöst und übermittelt ihn digital. Ein klassischer Zähler zeigt nur die Summe, ein iMSys zeigt auch den Zeitpunkt.

Ein weiterer Vorteil: Sie können Ihren Verbrauch in der App nachvollziehen. Welcher Verbraucher wann läuft, wird sichtbar, und Sie erkennen, wo sich etwas verschieben lässt. Das iMSys ist deshalb die Grundlage, auf der ein dynamischer Tarif überhaupt funktioniert.

Bei Vivavolt MAX ist das iMSys bereits Teil des Pakets, zusammen mit der Vivavolt App und dem dynamischen Stromtarif Vivavolt FLEX. Dessen Preis richtet sich stündlich nach dem Spotmarkt. Preise nennen wir hier nicht, die Konditionen besprechen wir in der Beratung.

Günstige Stunden nutzen: Wärmepumpe, E-Auto und Speicher

Die großen Verbraucher im Einfamilienhaus lassen sich am besten steuern. Eine Wärmepumpe kann Warmwasser und Gebäude in günstigen Stunden etwas stärker aufheizen und in teuren Stunden pausieren. Das Haus speichert die Wärme für diese Zeit. Wie weit das geht, hängt von Gebäude und Heizsystem ab.

Ein Elektroauto steht meist viele Stunden am Kabel und braucht nicht sofort Strom. Die Wallbox startet das Laden dann, wenn der Preis niedrig ist. Mit Photovoltaik kommt der Solarstrom vom Dach dazu, mit dem Speicher auch am Abend. In der Vivavolt App steuern Sie Wärmepumpe und Wallbox an einem Ort.

Wie viel das ausmacht, zeigt ein Beispiel auf vivavolt.de/annahmen. Es rechnet mit 5.000 kWh Verbrauch, einer Anlage mit 7,125 kWp und einem Speicher mit 10 kWh. Der Eigenverbrauch liegt dort mit Speicher bei ca. 51 % der Erzeugung und mit Energiemanagement und dynamischem Tarif bei ca. 65 %. Diese Modellwerte gelten für das Beispielhaus, nicht automatisch für Ihres.

Für wen sich der Tarif lohnt und worauf Sie achten sollten

Gut geeignet ist der dynamische Tarif, wenn Sie große, steuerbare Verbraucher haben und bereit sind, sie automatisch laufen zu lassen. Die Steuerung übernimmt die Technik, Sie müssen nicht jeden Abend den Preis prüfen.

Der Preis schwankt, und es gibt Stunden, in denen Strom teurer ist als beim Festpreis. Den Vorteil nutzen Sie, wenn Ihre großen Verbraucher in die günstigen Stunden laufen. Dafür sollten Sie Ihren Verbrauch kennen. In der Beratung rechnen wir mit Ihnen durch, ob der Tarif zu Ihrem Haushalt passt.

Mit Photovoltaik kommt noch etwas dazu: Bei negativen Börsenstrompreisen gibt es für neue Anlagen keine Einspeisevergütung (§ 51 EEG). Eigenverbrauch und Speicher gewinnen deshalb an Bedeutung. Wer in diesen Stunden Strom selbst verbraucht oder speichert, nutzt ihn dort, wo er den größten Nutzen hat.

Beratung zu Smart Meter und Vivavolt MAX

Wenn Sie wissen möchten, ob ein dynamischer Stromtarif zu Ihrem Haus in Bremen, Hamburg oder Niedersachsen passt, rechnen wir das mit Ihren Zahlen durch. Wir betrachten Verbrauch, Wärmepumpe, Elektroauto und Solaranlage gemeinsam und erklären Ihnen, was Vivavolt MAX für Ihr Haus bedeutet.

Die Beratung ist unverbindlich und findet bei Ihnen vor Ort statt. Rufen Sie uns an unter 0421 37703934 oder schreiben Sie an info@vivavolt.de. Den Termin legen wir so, dass er in Ihre Woche passt.

FAQ

Häufige Fragen

Was ist ein dynamischer Stromtarif?

Bei einem dynamischen Stromtarif folgt der Preis dem Spotmarkt und ändert sich stündlich. Sie zahlen in günstigen Stunden weniger, in teuren mehr. Netzentgelte, Steuern und Abgaben kommen hinzu.

Brauche ich für einen dynamischen Tarif einen Smart Meter?

Ja, dafür braucht es ein intelligentes Messsystem (iMSys). Es erfasst Ihren Verbrauch zeitlich aufgelöst, damit stundenweise abgerechnet werden kann. Bei Vivavolt MAX ist es enthalten.

Lohnt sich der Tarif ohne Wärmepumpe oder E-Auto?

Der Vorteil wächst mit der Menge an Strom, die Sie verschieben können. Ohne große steuerbare Verbraucher fällt er kleiner aus. Wir rechnen das in der Beratung mit Ihrem Verbrauch durch.

Was ist Vivavolt FLEX?

Vivavolt FLEX ist der dynamische Stromtarif von Vivavolt. Der Preis richtet sich stündlich nach dem Spotmarkt. Er ist Teil von Vivavolt MAX, zusammen mit der Vivavolt App und dem intelligenten Messsystem.

Was passiert bei negativen Strompreisen?

Zeitweise kann der Börsenstrompreis unter null liegen, dann ist Verbrauch besonders günstig. Für neue Photovoltaikanlagen gibt es in diesen Stunden keine Einspeisevergütung. Eigenverbrauch und Speicher sind dann sinnvoll.

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