E-Auto mit Solarstrom laden: So klappt es zu Hause
Wie Ihr Elektroauto mit Strom vom eigenen Dach lädt: PV-Überschussladen, Wallbox, App und Speicher im Überblick.
Stand: Oktober 2026 · Vivavolt Redaktion
Die kurze Antwort: Ja, mit der richtigen Technik
Ja, Sie können Ihr E-Auto zu Hause mit Solarstrom laden. Dafür brauchen Sie eine Photovoltaikanlage auf dem Dach, eine Wallbox in der Garage oder am Stellplatz und eine Steuerung. Die Steuerung lässt das Elektroauto genau dann laden, wenn die Solaranlage mehr Strom erzeugt, als im Haus gerade verbraucht wird. Diese Funktion heißt PV-Überschussladen.
Der Vorteil für Sie: Strom, den Sie selbst erzeugen, fließt ins Auto statt ins Netz. Sie kaufen weniger Strom ein und nutzen mehr von dem, was Ihr Dach liefert. Ein Stromspeicher verlängert das bis in den Abend. Wie das im Einzelnen funktioniert, lesen Sie in den nächsten Abschnitten.
Warum eine Wallbox und keine normale Steckdose
Im Notfall lässt sich ein Elektroauto an der Haushaltssteckdose laden. Für den Alltag ist das nicht gedacht. Eine Schuko-Steckdose ist auf kurze Belastungen ausgelegt, beim Laden fließt aber stundenlang hohe Leistung. Dabei erwärmen sich Steckdose und Leitung stark. Eine Wallbox hat dafür eine eigene Zuleitung, passende Schutzeinrichtungen und eine Elektronik, die mit dem Fahrzeug spricht.
Es gibt einen zweiten Grund: Nur eine Wallbox kann ihre Ladeleistung regeln. Genau das braucht das Laden mit Solarstrom, denn die Sonne scheint nicht immer gleich stark. Die Ladestation passt die Leistung an, sobald eine Wolke vorbeizieht oder der Haushalt den Backofen einschaltet.
Eine Wallbox bis 11 kW melden Sie beim Netzbetreiber an. Für mehr als 11 kW, etwa 22 kW, braucht es seine Genehmigung. Manche Fahrzeuge können ohnehin nicht mehr als 11 kW aufnehmen. Wie die Anmeldung abläuft, steht in unserem Ratgeber zur Wallbox-Installation.
So funktioniert PV-Überschussladen
Ihre Photovoltaikanlage erzeugt je nach Sonne mal mehr, mal weniger Strom. Ein Teil davon deckt, was im Haus läuft: Kühlschrank, Herd, Router, die Wärmepumpe. Der Rest ist Überschuss. Ohne Steuerung ginge er ins Netz. Beim Überschussladen misst das System laufend, wie viel übrig ist, und gibt diese Leistung an die Wallbox weiter.
Die Wallbox erhöht oder senkt die Ladeleistung entsprechend. Bei kräftiger Sonne lädt das Auto schneller, bei Wolken langsamer. Fällt die Leistung unter das Minimum, das Ihr Auto zum Laden braucht, pausiert die Wallbox oder ergänzt je nach Einstellung mit Netzstrom. Sie legen selbst fest, was Ihnen wichtiger ist: möglichst viel Solarstrom oder ein sicher volles Auto am Morgen.
Was Ihr Dach in Norddeutschland liefert, hat die EU-Kommission mit dem Rechentool PVGIS berechnet. Bei einem Süddach mit 35 Grad Neigung und 14 % Systemverlusten sind es rund 970 bis 1.020 kWh je kWp und Jahr, in Bremen 996 kWh, in Hamburg 978 kWh. Ein Ost- oder Westdach kommt auf rund 760 bis 800 kWh je kWp. Im Sommer erzeugt die Anlage deutlich mehr als im Winter. Im Winter ist der Solaranteil kleiner, dann lädt das Auto öfter mit Netzstrom. Rechnen Sie das bei der Planung gleich ein, ob Sie in Bremen, Hamburg oder Niedersachsen wohnen.
Speicher: Solarstrom auch abends ins Auto
Viele Menschen kommen erst am späten Nachmittag nach Hause. Dann steht die Sonne tief, und das Auto hängt zum ersten Mal wieder am Kabel. Ein Stromspeicher löst diesen Widerspruch. Er nimmt tagsüber den Überschuss auf und gibt ihn am Abend ab, auch an die Wallbox.
Der Vivavolt CORE entsteht in Kooperation mit Fox ESS und kommt in den Größen 8,6, 12,9, 17,2, 21,5 und 25,8 kWh. Laut Hersteller sind 10.000 Ladezyklen und 15 Jahre Garantie vorgesehen. Eine Autobatterie fasst oft mehr als ein Hausspeicher. Der Speicher deckt deshalb einen Teil der Ladung ab, nicht jede Fahrt vollständig. Den Rest liefert die Sonne am nächsten Tag oder das Netz.
Ein Beispiel finden Sie auf vivavolt.de/annahmen: Bei 5.000 kWh Haushaltsverbrauch, 7,125 kWp und 10 kWh Speicher liegt der Eigenverbrauch im Modell bei ca. 51 % der Solarerzeugung. Mit Energiemanagement und dynamischem Stromtarif sind es ca. 65 %. Das sind Modellwerte für ein Beispielhaus, kein Versprechen für Ihr Haus. Ein E-Auto ist in diesem Beispiel nicht enthalten. Mit Elektroauto kommt Verbrauch dazu, den Sie gezielt mit Eigenstrom decken können.
Wallbox über die App steuern
Die Wallbox von Vivavolt hat offene Schnittstellen und lässt sich über die Vivavolt App steuern. In der App sehen Sie Erzeugung, Verbrauch und Speicherstand und steuern Wallbox und Wärmepumpe an einem Ort. Offene Schnittstellen erleichtern es, die Ladestation mit weiteren Geräten im Haus zu verbinden.
Vivavolt MAX bündelt die App mit einem intelligenten Messsystem (iMSys) und dem dynamischen Stromtarif Vivavolt FLEX. Dessen Preis richtet sich stündlich nach dem Spotmarkt. Reicht die Sonne an einem trüben Tag nicht, kann Ihr Elektroauto in den günstigen Stunden laden. Die Konditionen besprechen wir mit Ihnen in der Beratung.
Wallbox und Wärmepumpe zählen zu den steuerbaren Verbrauchseinrichtungen. Dafür kann nach § 14a EnWG ein reduziertes Netzentgelt gelten. Die Höhe hängt von Ihrem Netzbetreiber ab.
Beratung für Ihr Haus in Bremen, Hamburg und Umland
Ob sich Überschussladen bei Ihnen lohnt, hängt von Dach, Stellplatz, Zählerschrank und Ihren Fahrgewohnheiten ab. Das klären wir gemeinsam vor Ort. Vivavolt berät Hausbesitzer in Bremen, Hamburg und im Umland unverbindlich und erstellt danach ein individuelles Angebot für Photovoltaik, Speicher und Wallbox.
Wir schauen, wann Ihr Auto zu Hause steht, wie viel Strom Ihr Haushalt braucht und welche Anlagengröße dazu passt. Sie bekommen einen Plan, den Sie in Ruhe prüfen können. Rufen Sie uns an unter 0421 37703934 oder schreiben Sie an info@vivavolt.de. Wir melden uns und machen einen Termin aus, der Ihnen passt.
Häufige Fragen
Kann ich mein E-Auto nur mit Solarstrom laden?
An sonnigen Sommertagen ist das möglich, mit Speicher auch abends. Im Winter erzeugt die Anlage weniger, dann ergänzt Netzstrom. Sie stellen an der Wallbox oder in der App ein, wie stark der Solaranteil gewichtet wird.
Brauche ich für Überschussladen einen Stromspeicher?
Nein, es funktioniert auch ohne. Dann lädt das Auto, solange tagsüber Überschuss da ist. Ein Speicher hilft, wenn das Auto erst abends angesteckt wird.
Was ist PV-Überschussladen?
Die Wallbox lädt mit dem Strom, den die Photovoltaikanlage übrig hat, nachdem das Haus versorgt ist. Die Ladeleistung folgt dabei der Sonne. Das System misst laufend und regelt nach.
Muss ich die Wallbox beim Netzbetreiber anmelden?
Ladepunkte bis 11 kW melden Sie beim Netzbetreiber an. Über 11 kW, etwa bei 22 kW, braucht es seine Genehmigung. Vivavolt kümmert sich im Ablauf um die Anmeldung.
Wie steuere ich die Wallbox?
Die Wallbox von Vivavolt lässt sich über die Vivavolt App steuern. Dort sehen Sie auch Erzeugung, Verbrauch und Speicher. Die offenen Schnittstellen erleichtern die Verbindung mit weiteren Geräten.
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