Ratgeber Photovoltaik

Wärmepumpe und Photovoltaik kombinieren: Solarstrom für die Heizung

So nutzen Sie Solarstrom vom eigenen Dach für Ihre Wärmepumpe, mit Speicher, dynamischem Tarif und § 14a EnWG.

Stand: Oktober 2026 · Vivavolt Redaktion

Solarstrom für die Wärmepumpe: So funktioniert es

Wärmepumpe und Photovoltaik passen gut zusammen: Die Solaranlage liefert Strom vom eigenen Dach, die Wärmepumpe verbraucht ihn für Heizung und Warmwasser. Jede Kilowattstunde, die Sie selbst nutzen, müssen Sie nicht aus dem Netz kaufen. So kaufen Sie weniger Strom für Ihre Heizung ein und machen sich unabhängiger sich vom Strompreis unabhängiger zu machen.

Im Winter scheint die Sonne in Norddeutschland weniger, und die Heizung läuft am meisten. Im Sommer ist es umgekehrt. Darum hilft ein Speicher, und darum ist die Planung wichtig, die beides zusammen betrachtet.

Besonders gut passt der Solarstrom zum Warmwasser. Die Wärmepumpe erwärmt den Warmwasserspeicher dann, wenn die Sonne scheint, und abends steht heißes Wasser bereit. In der Übergangszeit im Frühjahr und Herbst deckt die Solaranlage einen Teil des Heizstroms.

Was Ihr Dach in Bremen und Hamburg liefert

Laut PVGIS, dem Rechner der EU-Kommission, liefert ein Süddach mit 35 Grad Neigung und 14 % Systemverlusten in unseren 22 Orten rund 970 bis 1.020 kWh je kWp und Jahr. Für Bremen sind es 996 kWh je kWp, für Hamburg 978. Ein Ost- oder Westdach kommt auf rund 760 bis 800 kWh je kWp.

Die Wärmepumpe nutzt diesen Strom im Frühjahr, im Herbst und für das Warmwasser im Sommer besonders gut. An den kältesten Wintertagen kommt der Rest aus dem Netz. Wie viel Solarstrom bei Ihnen ankommt, hängt von Dachrichtung, Neigung und Verschattung ab. Wir prüfen das bei der Beratung für Ihr Haus.

Zur Einordnung: Rechnerisch ergibt das bei 7,125 kWp in Bremen mit Süddach rund 7.100 kWh im Jahr. Ein Teil davon deckt den Haushalt, der Rest steht für die Wärmepumpe und das E-Auto bereit.

Der Speicher bringt den Solarstrom in den Abend

Ein Stromspeicher nimmt den Überschuss vom Mittag auf und gibt ihn abends und nachts ab. Der Vivavolt CORE, eine Kooperation mit Fox ESS, gibt es mit 8,6, 12,9, 17,2, 21,5 und 25,8 kWh. Der Hersteller nennt 10.000 Ladezyklen und 15 Jahre Garantie. Für Ersatzstrom ergänzt die EPS Box-Pro den CORE um eine Notstromversorgung für ausgewählte Verbraucher.

Ein Beispiel aus unseren Annahmen auf vivavolt.de/annahmen: Ein Haushalt mit 5.000 kWh Verbrauch, 7,125 kWp und 10 kWh Speicher kommt auf ca. 51 % Eigenverbrauch der PV-Erzeugung. Mit Energiemanagement und dynamischem Tarif sind es ca. 65 %. Das sind Modellwerte und kein Versprechen, sie zeigen aber die Richtung.

Überschüsse speisen Sie ins Netz ein. Die Einspeisevergütung ist nach EEG für 20 Jahre ab Inbetriebnahme festgeschrieben und sinkt für neue Anlagen halbjährlich. Bei negativen Börsenstrompreisen gibt es für neue Anlagen keine Vergütung (§ 51 EEG). Darum lohnt es sich, den Strom selbst zu verbrauchen, zum Beispiel in der Wärmepumpe.

Dynamischer Stromtarif und Vivavolt MAX

Mit Vivavolt MAX verbinden Sie Anlage, Wärmepumpe und Wallbox in der Vivavolt App. Dort sehen Sie Erzeugung, Verbrauch und Speicher und steuern Wärmepumpe und Wallbox. Dazu gehören der dynamische Stromtarif Vivavolt FLEX und ein intelligentes Messsystem (iMSys).

Bei Vivavolt FLEX richtet sich der Preis stündlich nach dem Spotmarkt. Ihre Wärmepumpe kann deshalb vor allem dann Wärme für Haus und Warmwasser erzeugen, wenn Strom im Netz günstig ist. Das Energiemanagement hebt den Eigenverbrauch, wie das Beispiel oben zeigt.

Gerade bei einer Luftwärmepumpe lohnt sich diese Steuerung, weil Haus und Warmwasserspeicher Wärme speichern. Die Wärmepumpe kann in günstigen Stunden etwas mehr heizen und später pausieren, ohne dass Sie es im Alltag merken.

Weniger Netzentgelt nach § 14a EnWG

Wärmepumpe und Wallbox zählen zu den steuerbaren Verbrauchseinrichtungen. Dafür können Sie nach § 14a EnWG ein reduziertes Netzentgelt bekommen. Die Höhe hängt von Ihrem Netzbetreiber ab. Wir klären mit Ihnen, was für Ihre Anlage vor Ort gilt.

Plant Ihre Familie ein E-Auto, passt die Wallbox gleich dazu. Ladepunkte bis 11 kW melden Sie beim Netzbetreiber an, über 11 kW, etwa mit 22 kW, braucht es seine Genehmigung. Die Wallbox von Vivavolt hat offene Schnittstellen und lässt sich über die Vivavolt App steuern.

Für Photovoltaik gelten 0 % Umsatzsteuer auf Lieferung und Montage bis 30 kWp auf oder an Wohngebäuden (§ 12 Abs. 3 UStG), Speicher inklusive.

Beratung für Heizung und Solarstrom aus einer Hand

Vivavolt plant Wärmepumpe, Photovoltaik, Speicher und Wallbox zusammen und montiert mit eigenem Team. Ob in Bremen, Hamburg oder im Umland eine Solarpflicht bei Neubau oder neuem Dach gilt, regeln die Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein selbst. Wir prüfen das bei der Planung für Ihr Haus.

Unser Büro ist in Bremen, beraten wird bei Ihnen zu Hause, in Bremen, Hamburg und 20 weiteren Orten. Die Beratung vor Ort ist unverbindlich, danach erhalten Sie ein individuelles Angebot. Rufen Sie uns unter 0421 37703934 an oder schreiben Sie an info@vivavolt.de.

FAQ

Häufige Fragen

Lohnt sich eine Photovoltaikanlage zur Wärmepumpe?

Sie verbrauchen den Solarstrom direkt in der Wärmepumpe, statt ihn zu verkaufen. Wie viel das bringt, hängt von Dach, Verbrauch und Speicher ab. Im Beispiel auf vivavolt.de/annahmen sind es ca. 51 % Eigenverbrauch mit Speicher, das sind Modellwerte.

Brauche ich einen Speicher?

Ein Speicher verschiebt den Solarstrom vom Mittag in den Abend und die Nacht. Der Vivavolt CORE gibt es von 8,6 bis 25,8 kWh. Wir finden in der Beratung die Größe, die zu Ihrem Verbrauch passt.

Heizt die Solaranlage auch im Winter?

Im Winter liefert die Anlage weniger Strom, an sonnigen Tagen aber trotzdem einen Teil. Den Rest bezieht die Wärmepumpe aus dem Netz. Mit einem dynamischen Tarif wie Vivavolt FLEX kann sie dafür günstige Stunden nutzen.

Was bedeutet § 14a EnWG für mich?

Wärmepumpe und Wallbox sind steuerbare Verbrauchseinrichtungen. Dafür können Sie ein reduziertes Netzentgelt erhalten. Die Höhe legt Ihr Netzbetreiber fest.

Wird der Speicher mit 0 % Umsatzsteuer geliefert?

Ja. Für Lieferung und Montage von PV-Anlagen bis 30 kWp auf oder an Wohngebäuden gelten 0 % Umsatzsteuer nach § 12 Abs. 3 UStG, Speicher inklusive.

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